Rumänien und Moldawien

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Bitterste Not auf dem Land

Mit den Wahlen im November 1996 wurde in Rumänien eine Regierung abgelöst, unter der das Sozialfürsorgesystem fast völlig zusammengebrochen war. Die Sterblichkeitsrate stieg zwischen 1990 und 1995 um circa 10 Prozent. Tuberkulose- und Meningitisfälle häuften sich. Die Kinder- und Mütter-sterblichkeit Rumäniens gehört zu den höchsten in Europa. Die vielen Regierungswechsel in den letzten Jahren haben jedoch die wirtschaftliche und soziale Lage noch weiter verschlechtert. Die soziale Lage der Mehrheit der Bevölkerung in Rumänien ist derzeit nach wie vor besorgniserregend.

Vor allem die ländliche Bevölkerung – und das sind 45% aller Rumänen – ist von Armut betroffen. 40% der Menschen auf dem Land leben unter der Armutsgrenze. Ihr Einkommen reicht nicht aus, um z.B. Heizmittel zu bezahlen. Rentner, die in der Landwirtschaft beschäftigt waren, müssen etwa mit 40 Euro pro Monat auskommen. Die Menschen haben aus der Not verschiedene Überlebensstrategien entwickelt und leben zumeist von den Produkten aus dem eigenen Garten.

Kinder in Rumänien

Vor allem die Situation von Kindern in Rumänien ist in manchen Gebieten nach wie vor erschreckend. Rumänien ist in der EU das Land mit der höchsten Kindersterblichkeit. Auf 1000 Geburten kommen 19 Kleinkinder, die in den ersten fünf Lebensjahren sterben, verglichen mit 4 im europäischen Durchschnitt. Auch das Thema Strassenkinder ist nach wie vor aktuell. Laut WHO Schätzungen – offizielle Zahlen gibt es keine – leben in Rumänien mehrere zehntausend Kinder auf der Strasse. Jedes vierte Kind in Südosteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion lebt in extremer Armut. Auch die Kälte im Winter ist für die Kinder oft lebensbedrohend, weil sie auf der Strasse leben müssen oder Zuhause kein Geld für Heizmittel vorhanden ist.

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